John Grissom-Avery

Hallo und herzlich Willkommen

 

 

Hier sind Sie genau richtig...

Schön, dass Sie den Weg auf meine Homepage gefunden haben.

 

Im Mai 2008 habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt, ich habe mein erstes Buch veröffentlicht. Es ist im Verlag Books on Demand GmbH, Norderstedt erschienen.

 

Nehmen Sie sich etwas Zeit und stöbern Sie auf meinen Seiten nach Lust und Laune. Erfahren Sie etwas mehr über meine Person, genießen Sie eine Leseprobe aus meinem Buch, lesen Sie die neuesten Nachrichten aus der Welt des Buches, üben Sie Kritik oder vergeben Sie Lob und Anerkennung im Gästebuch oder treten Sie in direkten Kontakt zu mir über das Kontaktformular.

 

Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Vergnügen auf meiner Homepage!

 

 

Beitrag zur aktuellen Banken- und Finanzkrise

Liebe Besucher, die andauernde Banken- und Finanzkrise, verunsichert zunehmend den einfachen Bürger und läßt ihn um seine ersparten Groschen bangen. Eine ähnliche Entwicklung hatten wir schon einmal und zwar in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, welche schließlich in der Weltwirtschaftskrise von 1929 endete.

Im Jahre 1930 veröffentlichte Kurt Tucholsky ein Gedicht, welches damals wie heute den berühmten Nagel auf den Kopf trifft und die eigentlichen Macher solcher Krisen entlarvt.

 

Deutschland  Anno 2008/2009

 

Wenn die Börsenkurse fallen,

regt sich Kummer fast bei allen,

aber manche blühen auf:

Ihr Rezept heißt Leerverkauf.


Keck verhökern die Knaben

Dinge, die sie gar nicht haben,

treten selbst den Absturz los,

den sie brauchen - echt famos!


Leichter noch bei solchen Taten

tun sie sich mit Derivaten:

Wenn Papier den Wert frisiert,

wird die Wirkung potenziert.


Wenn in Folge Banken krachen,

haben Sparer nichts zu lachen,

und die Hypotheken aufs Haus

heißt, Bewohner müssen raus.


Trifft's hingegen große Banken,

kommt die ganze Welt ins Wanken -

auch die Spekulantenbrut

zittert jetzt um Hab und Gut!


Soll man das System gefährden?

Da muß eingeschritten werden:

Der Gewinn, der bleibt privat,

die Verluste kauft der Staat.


Dazu braucht der Staat Kredite,

und das bringt erneut Profite,

hat man doch in jenem Land

die Regierung in der Hand.


Für die Zechen dieser Frechen

hat der Kleine Mann zu blechen

und - das ist das Feine ja -

nicht nur in Amerika!


Und wenn die Kurse wieder steigen,

fängt von vorne an der Reigen -

ist halt Umverteilung pur,

stets in eine Richtung nur.


Aber sollten sich die Massen

das mal nimmer bieten lassen,

ist der Ausweg längst bedacht:

Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.


Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"

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